Mittwoch, 16. Dezember 2020
Was ist verantwortungsvoller Journalismus; der sich immer auf Quellen bezieht; transparent und nachprüfbar ist und bleibt.
Ich kenne einem Menschen, der in einem Archiv eines großen Radiosenders arbeitet; der könnte das noch näher ausführen als ich; an viel mehr Beispielen festmachen.

Ein Mann im Internet behauptet irgendetwas über Frank-Walter Steinmeier ohne eine Quelle anzugeben!

Bei Nachfrage auf Quellen kam nichts, das heißt derjenige beschuldigt einen anderen Menschen, belegt ihn mit Beschuldigungen, Anschuldigungen ohne Nachweis.
Das ist das Internet.

So geht es im Jounalismus in keiner Weise; alles muss hieb und stichfest sein; ansonsten muss sogar eine Gegendarstellung gedruckt werden.

https://www.iq-journalismus.at/was-ist-qualitaet/

Aus der Quelle wörtlich zitiert:

"Tatsächlich lässt sich journalistische Qualität ja am ehesten an Einzelmerkmalen festmachen, beispielsweise und keinesfalls taxativ aufgezählt: Genauigkeit im Umgang mit Fakten,
wohl überlegte Auswahl der Nachrichten je nach ihrer Relevanz,
Auseinandersetzung mit Sachverhalten, anstatt billige Personenstücke zu dramatisieren,
Orientierung an einem Objektivitätsziel,
Orientierung an Menschenrechtsnormen,
Ausleuchten von Hintergründen
Oder auch, wie der Kommunikationswissenschaftler Stephan Russ-Mohl in Bezug auf die professionellen Nöte mit Marktgesetzen und Quoten meint: Ein seriöser Journalismus versteigert seine Aufmerksamkeit nicht meistbietend, sondern teilt sie unbestechlich nach seinen eigenen journalistischen Kriterien, also nach Nachrichtenwerten, zu."

https://de.wikipedia.org/wiki/Journalismus

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/medien-und-ethik-journalismus-muss-dinge-so-darstellen-wie-sie-sind

https://ssg.musin.de/index.php/aktivitaeten/veranstaltungen/192-veranstaltung-sprachlich/635-werkstattgespraech

https://www.bpb.de/izpb/7527/wer-journalisten-sind-und-wie-sie-arbeiten

Aus der letzten Quelle zitiert:
"Kritik, Kontrolle, Engagement:

Eine weitere Dimension der journalistischen Rollenbilder umfasst einen (gesellschafts-)kritischen, politischen, anwaltschaftlichen Journalismus. Ein solchermaßen engagiertes Selbstverständnis wird insgesamt von deutlich weniger Journalisten geteilt als das Selbstbild des Informationsjournalisten. Zwar hatte 2005 gut die Hälfte der Journalisten (58 %) die Absicht, in ihrem Beruf Missstände in der Gesellschaft zu kritisieren; aber nur noch jeder Dritte (34 %) wollte normalen Leuten eine Chance geben, ihre Meinung zu Themen von öffentlichem Interesse zum Ausdruck zu bringen. Sich für die Benachteiligten in der Bevölkerung einsetzen wollten weniger als drei von zehn Journalisten (29 %); als Kontrolleur von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft (watchdog) sah sich knapp ein Viertel (24 %). Weniger als ein Siebtel der befragten Journalisten (14 %) erhob gar den Anspruch, die politische Tagesordnung zu beeinflussen und Themen auf die politische Agenda zu setzen."

Weiter aus derselben Quelle zitiert:
"Probleme im Umgang mit Quellen

Zu den journalistischen Sorgfaltspflichten gehört es, die Glaubwürdigkeit der Quelle zu überprüfen und insbesondere bei kritischen Themen mehr als eine Quelle für die Berichterstattung heranzuziehen. Welche Quellen genutzt werden, hängt von der Art der Berichterstattung ab. Geht es um so genannte breaking news, also um Nachrichten über unvorhergesehene Ereignisse, etwa Naturkatastrophen, Anschläge oder akute Krisenfälle, dann recherchieren die Journalisten aktiv und befragen Augenzeugen, Experten oder Helfer. Geht es dagegen darum, regelmäßig über die Regierung, über bestimmte Unternehmen oder über Kampagnen zu berichten, dann nutzen Journalisten vor allem Quellen der Öffentlichkeitsarbeit. Untersuchungen haben gezeigt, dass insbesondere einflussreiche politische Organisationen und große Unternehmen von dieser Praxis in den Redaktionen profitieren. Wegen ihrer Relevanz und da sie als besonders glaubwürdig gelten, werden viele PR-Informationen der Regierung und der Ministerien in die Berichterstattung übernommen. Inhaltsanalysen der Medienberichterstattung haben ergeben, dass bis zu 70 Prozent der politischen Berichterstattung auf Quellen der Öffentlichkeitsarbeit beruhen. Das ist dann problematisch, wenn bestimmte politische Organisationen von den Medien strukturell bevorzugt werden, während es anderen Organisationen nicht gelingt, mit ihren Mitteilungen in den Medien durchzudringen.

Ein weiteres Problem besteht in der mangelnden Transparenz. Gerade wenn Informationen der Öffentlichkeitsarbeit über Nachrichtenagenturen weiterverbreitet werden, geht im Verlauf der weiteren Nachrichtenverbreitung der Hinweis darauf verloren, dass die Information eigentlich aus einer Pressemitteilung stammt. Auch die Neigung von Journalisten, das Internet als zentrales Rechercheinstrument zu nutzen, kann dazu beitragen, dass PR-Mitteilungen ungefiltert in die Berichterstattung Eingang finden. Das ist dann der Fall, wenn beispielsweise aus Weblogs zitiert wird und es sich bei den Bloggern um Personen handelt, die eigentlich PR für eine Organisation oder ein Produkt machen, dies aber nicht zu erkennen geben.

Die Problematik mangelnder Recherche wird in dem Maße verstärkt, in dem sich Journalisten an dem orientieren, was ihre Kollegen schreiben und senden. Die "Selbstbezüglichkeit der Medien" kann dazu führen, dass die Medienberichterstattung ein eigenes Bild der Realität schafft, in dem nur noch wenig Raum für neue und unerwartete Erkenntnisse ist. Auch zwischen Bloggern und Journalisten besteht ein Verhältnis der wechselseitigen Orientierung: Immer häufiger werden Weblogs als Informationsquelle von Journalisten genutzt. Gleichzeitig ist die Berichterstattung in den traditionellen Massenmedien häufig ein Thema in den Weblogs. Das führt zu einem source cycle, einem Zirkel, in dem sich die Quellen wechselseitig beeinflussen, ohne dass dabei neue Erkenntnisse gewonnen werden.


Seriöser Journalimus ist natürlich nachpüfbar; die Aussage des Textes; dass bestimmte Inhalte weniger stattfinden; die weniger Lobby haben; das ist einer freiheitlichen Perspektive wenig verständlich. Über Prominente wird viel berichtet; weil viele Menschen daran interessiert sind, wahrscheinlich; ebenso wie über Königshäuser, die natürlich auch prominent sind; über andere Themengebiete wird in den dritten Programmen auch viel berichtet, der WDR berichtet über ziemlich viele Sachen; ist dabei vielleicht sogar bürgernah.

https://www1.wdr.de/uebersicht-journalismus-100.html

https://www1.wdr.de/nachrichten/dreissig-jahre-wiedervereinigung-102.html

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/hintergrund-medien/audio-meinung-und-haltung-im-journalismus-102.html

Die letzte Quelle ist sehr schön finde ich, wo noch mal ausdrücklich auf die Transparenz journalistischer Arbeit hingewiesen wird, bei der letzten Quelle spricht ein Sachverständiger über Journalismus, eine sehr interessanter Kommentar; sehr hörenswert, finde ich. Auch in der Breite des Gesagten.

Journalismus ist nicht leicht; und viele Themengebiete sind es genauso wenig.
Bei der Berichterstattung ist Transparenz und guter Wegbegleiter.