Donnerstag, 23. Juli 2020
Digitaler Krieg; kalter Krieg; und zunehmende Bedeutung des miteinanders gerade deswegen.

Es nützt nichts; der Angst zu folgen; Mut ist bedeutsam; auch manchmal Vertrauen in Strukturen, die man nicht verstehen kann; es nützt nichts; das geht ins Uferlose.

Herr / Frau seiner / ihrer eigenen Zeit sein oder werden; denn Zeit und Zeitpunkt von Handlung liegen in der Steuerung des einzelnen / der einzelnen. Lernen ist hierbei eine fast schon essenzielle Hilfe.

Strukturen verbesserter Lernprozesse / Lernmöglichkeiten in den Basen Biologie, Mathematik und Sprachen; Musik, Informatik, etc pp; werden durch die Netzgiganten auch angeboten; was letztlich auch eine Form des bescheidenen miteinanders stattfinden; wobei immer wichtige Komponenten fehlen; weswegen Wald wichtig ist; u.a. neben persönlichen direkten Kontakten face to face Beziehungen.

Ist es möglich; für digitale Profis; für Mathematiker die Feinheiten der menschlichen Gesellschaft zu verstehen; in Gänze; nein; das können selbst Menschen mit hoher Empathie nicht. Empathie kann nutzbringend sein; ab einem gewissen Punkt/ Niveau kann sie beim verstehen helfen.

Bespiel; ein Mensch mit Borderline Störung, nutzt andere Leute aus und ist selbstverletzend unterwegs, daß spürt jemand mit hoher Empathie ohne Wissen darum haben zu müssen; Wissen wird durch Begegnung und Begegnungen angefüllt; auch und natürlich auch mit normalen Menschen

Bei Konflikten ist Menschen mit Empathie an Lösungen gelegen; dazu müssen sie dann natürlich noch viele wichtige Dinge wissen, die für Konflikte ursächlich sind oder waren. Doch Vereinzelung kann krank machen; gerade mit hoher Empathie können durch Liebesentzug gefährdet werden oder sein

Gesunde Strukturen im privaten Bereich aufbauen ist daher ( fast) schon essentiell; wieso fast schon essentiell; dh nicht jeder Empathie / Mitgefühl orientierte Mensch begeht Selbstmord.

Dafür gibt es neben Gott; eben wichtige Strukturen die aufgebaut werden können; bspw miteinander singen. Face to face Beziehungen; haltende Partnerschaften, haltende Freundschaften und das soziale Umfeld / Netz; Familie.

Robert Enke; da kommt keiner dran vorbei; bei ihm sind höchstwahrscheinlich Kommunikationsstrukturen nicht geschaffen worden; das Problem nicht über Dinge reden zu können und anzunehmen; das nütze anderen ( also eine Fähigkeit des mitfühlens ohne entsprechende Leidensfähigkeit). Leidensfähigkeit ist das nicht eine wichtige Fähigkeit für einen Torhüter; mit Sicherheit; doch diese Leidensfähigkeit im körperlichen Bereich ist hiermit weniger gemeint.

Das potentielle Leid anderer Menschen diese Ertragensfähigkeit schon eher in diese Richtung; zusammen mit einer Selbstwahrnehmung, die sich selbst als Störfaktor wahrnimmt; dass ist nicht leicht zu formulieren; noch überhaupt zu schreiben; denn das setzt voraus; dass der Schreiber dieser Zeilen sich in einen Selbstmörder hineinversetzen kann.

Aus meiner Perspektive geht das nicht; denn ich kenne viele wichtige Begleitumstände nicht; Familie, Beziehungen, Netzwerke und subjektive Kommunikationsstruktur; kenne ich nicht.

https://www.stern.de/gesundheit/todestag-von-robert-enke---robbi-ist-immer-noch-ein-grosser-bestandteil-meines-lebens--8986970.html

Frau Enke spricht hier sehr eindrucksvoll; über Depression und über den Vorteil von Pressearbeit; Vorteil von Öffentlichkeit auch von der für sie sehr schweren Zeit.

"dieses Darüber-Reden ist natürlich auch ein Stück der Trauerarbeit." auch zitiert aus der letzten Quelle, ebenso wie das folgende:
"Er war kein unglücklicher Mensch. Er hatte seine Krankheit, seine depressiven Phasen. Und er war vielleicht auch kein extrovertierter Mensch. Aber er war trotzdem ein lustiger Geselle, mit dem wir viel Spaß haben konnten. Wir hatten eine tolle Zeit im Ausland. Wenn diese Krankheit kam, hat sie ihn aber übermannt. Und in dieser Situation war der Fußball vielleicht doch etwas schwieriger zu händeln als andere Berufe, weil er eine große Verantwortung gespürt hat. Es geht um viel Geld. Es herrscht ein großer Konkurrenzkampf. Robbis größte Angst war immer, dass er seinen Platz im Tor verliert, wenn er seine Krankheit öffentlich macht oder in Therapie geht.

Depressionen - in dunklen Gefühlen gefangen
Aus negativen Gefühlen nicht mehr herausfinden, keinerlei Antrieb haben - das sind Anzeichen für eine depressive Erkrankung. "Bei einer Depression sind die Patienten immer traurig und können keine Freude mehr an Situationen erleben", erklärt Roberto Goya-Maldonado, der sich an der Universität Göttingen mit neuen Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit Depressionen beschäftigt. "Sie haben auch manchmal Schwierigkeiten zu schlafen, zu essen."

Um eine Depression festzustellen, beurteilen die Ärzte und Therapeuten die Symptome des betroffenen Menschen nach einem festgelegten Schema. "Ich sehe es kritisch, dass man bei der Diagnose die Lebensumstände nicht mehr berücksichtigt", sagt der Berliner Psychotherapeut und Psychiater Jan Kalbitzer. Wichtig sei, unter welchen Umständen sich die Krise entwickelt habe, "um eine individuelle Lösung zu finden und nicht nach Schema F zu behandeln".

So können die Auswirkungen einer Depression sehr unterschiedlich ausfallen. Und sie können verschiedene Auslöser haben. Tritt die Erkrankung ohne klar ersichtlichen äußeren Grund auf, kann sie auch vorwiegend genetisch bedingt sein und durch neurobiologische Veränderungen im Gehirn entstehen. Auch körperliche Beschwerden, etwa Entzündungen, können sie möglicherweise auslösen.

"Auf der anderen Seite gibt es Depressionen aufgrund von lang anhaltendem Stress oder Traumata, die man erlebt hat: bedrohliche Lebensereignisse, die so einschneidend waren, dass man längerfristig immer wieder Angst hat", erläutert Kalbitzer.

Wie man eine Depression behandelt, hängt davon ab, wie schwerwiegend sie ist. Grundsätzlich sei eine Psychotherapie angeraten. "Aber bei schweren Depressionen hilft sie nicht alleine. Da braucht es meistens Psychotherapie und Medikamente", so Kalbitzer.

Für Menschen, deren Situation sich auch dadurch nicht verbessert, forscht Goya-Maldonado in Göttingen derzeit an zwei Ansätzen: Zum einen untersucht sein Team die Wirkung eines speziellen Antibiotikums. Zudem wird getestet, ob eine Magnetstimulation des betroffenen Bereichs im Gehirn depressive Symptome verringert.

Um Depressionen vorzubeugen, die von äußeren Faktoren ausgelöst werden, fordert Kalbitzer: "Wir müssen in der Psychiatrie umdenken und viel präventiver arbeiten. Dazu ist es wichtig, dass Menschen zum Psychiater ähnlich wie zum Hausarzt gehen, wenn sie längere Zeit Stress haben - weil diese Krankheit, wenn sie durch Stress entsteht, verhindert werden, beziehungsweise das Risiko vermindert werden kann."

Aber nicht nur Ärzte und Therapeuten können präventiv wirken: "Jede Form von sozialem Umfeld, wo man aufeinander achten kann, hilft. Das können analoge und digitale Gemeinschaften sein. Gemeinschaften, die aufeinander achten und in denen sich Menschen engagieren, müssen viel mehr gefördert werden."

Aus dieser Quelle; ein ganz entscheidender Satz, zitiert:
"Ich sehe es kritisch, dass man bei der Diagnose die Lebensumstände nicht mehr berücksichtigt", sagt der Berliner Psychotherapeut und Psychiater Jan Kalbitzer. Wichtig sei, unter welchen Umständen sich die Krise entwickelt habe"

https://www.ndr.de/sport/fussball/Depression-im-Sport-Robert-Enke-ist-kein-Einzelfall,enke812.html

Aus der Quelle zitiert:
"Fußball darf nicht alles sein
Robert Enke entschied sich für ein Versteckspiel, das am 10. November 2009 zur Katastrophe führte. "Fußball ist nicht alles. Fußball darf nicht alles sein", sagte der damalige DFB-Präsident Theo Zwanziger bei der Trauerfeier im Stadion von Hannover 96. Tatsächlich hat der Suizid von Robert Enke nicht allen, aber sehr vielen die Augen geöffnet. Enkes Frau Teresa hat den jahrelangen Kampf an der Seite des erfolgreichen Fußballers mit der vor zehn Jahren gegründeten Robert-Enke-Stiftung fortgesetzt. "Wichtig ist für mich - und da hat sich über die Jahre viel geändert - dass es Hilfsmöglichkeiten gibt, dass es Netzwerke gibt und dass Depression nicht mehr so stigmatisiert wird", sagt sie in einer neunteiligen Podcast-Serie des NDR Hörfunks."