Sonntag, 10. Dezember 2017
Auf dem zweiten Jacobsweg ( 2017) traf ich eine Gemüsegärtnerin, die 8 - 10 Stunden jeden Tag arbeitete und sagte, dass es nicht genug GemüsegärtnerInnen gibt.
Sie berichtete von ihrer Arbeit, richtige Knochenarbeit, sehr anstrengend für die Bio Erzeugung.

Es gibt nicht ausreichend viele Menschen, die bereit sind für andere zu arbeiten, auf dem Land zu leben und für relativ wenig Geld, viel zu arbeiten.
In der Saison arbeitete sie 60 Wochenstunden.

Sie lebt gern auf dem Land und auch gerne in kleinen Orten mit wenigen Hundert Bewohnern oder noch kleiner, ihre Haut war nicht glatt, sondern porig; die Hände sahen nach Arbeit aus.
Doch ihr Gesicht war wunderschön.

Sie aß primär viel Gemüse, aus dem eigenen Anbau und vielleicht einmal in der Woche Fleisch, ob sie aich 2 mal in der Woche Fisch ist; weiß ich nicht.. ( In früheren Zeiten galt Fleisch essen, als Zeichen des Wohlstandes; heute vielfach Massenproduktion; aus Kostengründen. Bei Milch wurde festgestellt, daß es in Australien eine Milch geben soll; von einer unveränderten Kuh, die keine Herzinfarkte hervorrufen soll, ....). Für Erwachsene ist die Empfehlung max.ein Glas Milch am Tag zu trinken ( aus der Herzgruppen Ausbildung; 1999/ 2000). Ein Freund hat mir erzählt, dass in Indien relativ viel Hühnerfleisch mittlerweile verzehrt wird (in der heutigen Zeit, 2017); wenn dies stimmt; finde ich es überraschend ( es ist höchstwahrscheinlich noch keine Entwicklung , dass Indien in Richtung der Aufklärung sich entwickelt und die Bindung an die jeweiligen Lebensumstände nicht mehr hingenommen wird und die Reiche; Reiche bleiben; aber der Einfluss von bullywood Filmen soll man / frau nicht unterschätzen; ich habe vor kurzer Zeit den Film der junge Marx gesehen; ist sehr einfach und könnte vielleicht auch Dinge zum positiven ändern; sich einsetzen für einander ist sicherlich gut; nur denke ich "kämpfen" passt nicht wirklich, wie es der junge Engels fordert; aber eintreten für die Menschenrechte, für die Demokratie und für einen Sozialstaat halte ich für bedeutsam; alleinekann heute die Welt eh nicht zum positiven ändern; die kleinen Dinge im Leben sind;;finde ich wichtig, wie Freundlichkei, Geduld, gegenseitiger und Generationen übergreifender Respekt).

Dieses Jahr war der Jacobsweg, den ich ging relativ kurz; 27 Stunden Busfahrt nach Ponteferrada, 9 Tage Wanderung bei wunderbaren sonnigen Wetter und bei der Ankunft in Santiago ererbten Regentag; nach Ankunft. Danach wieder Busfahrt 31 Stunden zurück, wg.der deutschen Polizei ( Grenzkontrolle 40 Minuten Aufenthalt; davon später mehr ).

Eine irische Biologin sagte ohne die EU gäb es keinerlei Bienen mehr in Irland.
Sie sagte, es liegt daran, dass es viele Menschen in Irland gibt, die sich sehr für das Bienen Sterben interessieren und immer wieder zu Infoveranstaltungen hingingen.

Auf der anderen Seite waren die Landbesitzer, die entweder aus Zeitmangel, oder aus Desinteresse gar kein Interesse hatten an solchen Infoveranstalungen.

Dies führte dazu, dass solche Infoveranstaltungen nicht mehr freiwillig zu besuchen sind, sondern dass es mittlerweile Verpflichtungen gibt, die darauf abzielen, dass Landbesitzer zu solchen Veranstaltungen hingehen müssen.

Unkrautstreifen, bzw. Streifen, die von der Natur als Orte für Insekten, Bienen nutzbar sind werden von der EU gefördert.
Bienen und Insekten sind unglaublich wichtig für die Verbreitung von Biomasse, Pflanzenvielfalt, die dann auch zu tierischer Artenvielfalt beitragen kann oder zumindest irgendwann mal konnte.

Bei der Sendung im ersten Programm, bei Frank Plasberg, war der Physiker Ranga Yogishwar zu Gast; er berichtete von einer Studie in Krefeld, wonach seit den 80 iger Jahren ein Insektensterben und Bienensterben nachgewiesen ist, welches in seinem Ausmaß erschreckend ist.
In dieser Untersuchung kamen die Forscher, auch unter Beteiligung niederländischer Universitätsprofessoren zu dem Schluß, dass von der ursprunglichen Masse an Insekten nur noch ein Viertel vorhanden ist.

Das bedeutet über 75 % sind zur Zeit nicht mehr vorhanden und zudem ist ebenfalls ein Artensterben festgestellt worden, dass bedeutet Arten kommen nicht wieder, sind endgültig ausgestorben; das ist eine ziemlich niederschmetternde Erkenntnis.

Der bekannte Fernsehmoderator sagte, innerhalb dieser Sendung, es brennt und keiner löscht.
Selbst die Agrarwirtschaft sieht dieses mittlerweile als Problem an.

Die Irin hatte auch mal eine Untersuchung zu Insekten durchgeführt und sagte zu den Insekten, es sei nicht leicht sie zu beobachten, da sie sich ständig bekriegen untereinander und zerhacken, zerstückeln; aber anderseits sind sie unglaublich wichtig für eine Biodiversifizität.

In einem Buch habe ich gelesen:"Was bei einem
Volk gut ist, ist bei einem anderen abscheulich" In Australien war es Sitte, dass Land immer wieder stückcheneeise zu verbrennen, was sehr gut angepasst war an die Bedingungen des Landes; bzw.des Kontinents Australien durch die Aborigenis; heute leben zu viele Weiße in festen Siedlungskomplexen so dass dieses nicht mehr geht so eine Australierin, die ich auf dem Weg traf.
Sie sagte allerdings auch, dass es weiße Australier gibt, die Haß auf Aborigenis verbreiten; das fand sie sehr schade; so wie ich, auch.

Die Australierin war .überarbeitet, wie so viele, die es auch hier sind, weil sie auf die Eltern aufpassen müssen ( Mutter mit Demenz ) und gleichzeitig Mutter und in allem fähig sein muss und dieses Tradition in ihrer Familie war;;sich so zu verhalten; sie brach aus und war seit ca einem Monat auf dem.Weg.

Fjodor.Dostojewski schrieb so treffend"
Leid und Schmerz sind der Welt Erkenntnis und dem tiefen Herzen immer eigen".

In den letzten Jahren so aus einem Bericht des Fernsehkoches Tim Mälzer ist es fast unmöglich oder sehr schwierig zu erfahren, wo Lebensmittel herkommen; das ist kein Wunder, wenn Welt mehr und mehr in Städten lebt.

Vor 10 oder 20 Jahren gab der Durchschnitt der Bevölkerung noch 15 - 20 Prozent für Lebensmittel aus; heute sind es noch ca.10 Prozent.
Wenn kaum noch Menschen bereit sind zu arbeiten in der Landwirtschaft ist es da ein Wunder das Massenproduktion und Importe das Wahl der Mittel ist?

Der Dichterfürst Goethe schrieb in einem Text, das ein Dichter positiv schreiben solle; diesbezüglich ist dieser Text eher ungünstig zu nennen.

Es verändert sich viel, mancherlei Insel ist bereits überschwemmt worden, wodurch das Wasser, das Trinkwasser auf der Insel unbrauchbar wurde, weil es mit Salzwasser in Berührung kam; im asiatischen Raum.
Auf einer Insel auf Hawaii können die Menschen ihre Toten nicht mehr besuchen, sagte mir ein Freund ( Wetterveränderung; ein Zeichen für Klimaveränderung).

Gesundheit, Frische sind heute wichtige Indikatoren der WHO und auch Teilhabe ( Partizipation ). Gesundheit ist natürlich auch Spaß, Freude uvm. Die Ernährung wird von vielen Deutschen viel zu ernst genommen. Bewegung ist eigentlich viel wichtiger und gesünder. Gesundheit ist auch nur ein Aspekt, in Teilen kann es vielleicht auch vernünftig sein; sich von Zeit zu Zeit sich nicht gesund zu ernähren und einfach mal zu leben.

Es gibt viel.zu viele Krankheiten, die mit der Ernährung zusammen hängen, im psychischen Bereich, Bulemie, Essstörungen, aber auch durch Mangelernàhrungen hervorgerufene. Zu viel von Etwas essen; kann auch nicht von Weisheit zeugen.

Die irische Biologin setzt sich ein für die Natur, die Gemüsegärtnerin fragte mich, warum ich mit dem Bus fahre von Spanien zurück und sie lachte, als ich sagte wg. der Natur und auf meine Frage, "warum lachst du", erwiderte sie: " so wie ich".
Sie war ca 20 Jahre jünger als ich, sie macht sich Gedanken um die Umwelt, liest sehr viel: "Nitsche weinte" beispielsweise ist viel konsequentet als ich selbst ( naja vieleicht auch nicht; sie isst auch gerne mal nen Burger; sie arbeitet viel für ihre Ernährung und für die Ernährung von anderen, das imponiert mir; auch wenn ich selbst nicht so leben möchte; aber ich bin ja auch nicht sie ...:)☺ )dennoch war sie locker und sorgenfrei.

Auf dem Jacobsweg war ich einem italienischen Herbergsvater zu Gast, neben drei Brasilianern; ein Priester war darunter; es war ein schöner Abend mit italienischer Küche,selbst zubereitet; der Herbergsvater studierte nebenbei Philosophie, wie konnten uns wg sprachlicher Barrieren nicht sonderlich gut unterhalten, ich verstand allerdings gut, dass er Seneca kannte, Nitsche, Aristoteles, Platon; Platon weniger schätzte als Aristoteles ( so wie ich, auch); Spinoza kannte er ebenfalls und auch Augustinus und Hegel, Kant. Nur Evagrius Pontikus kannte er noch nicht ( das ist bisschen Expertenwissen Meditation und Kontemplation, daß bedeutet mit einem heiligen Namen in Stille gehen und / oder mit Psalme Orten reagieren; bei Ablenkung ist in Ägypten von den Wüstenvätern und einigen Wüstenmüttern um 399 n.Chr.entstanden; zumindest nach heutigen Wissenstandes; es ist lange Tradition im Christentum; allerdings von relativ wenigen praktiziert ).

Am nächsten Tag ging ich als letzter aus dem Haus; schloss die Tür hinter mir und tat den Schlüssel dahin, wo er es mir gesagt hatte; einen Tag später traf ich die irische Biologin.

Wir wanderten den ganzen Tag zusammen, es war sehr anstrengend für mich, denn eigentlich lief sie ein bisschen schneller als ich es gewohnt bin zu laufen.

Doch da ich die letzten Tage viel Zeit alleine auf der Wanderschaft verbracht hatte und wir uns sehr gut verstanden; nahm ich diese Mühe gerne auf mich.

Sie erzählte mir viel von der Biologie Irlands, von Bäumen so manches, was ich nicht wusste und von der irischen Bevölkerung; desgleichen.
Die Irin fand ich toll; auch das sie nach dem Jacobsweg ein Kind mit ihrem Freund zusammen bekommen möchte; ist meiner Ansicht nach auch toll; die Welt ist nicht toll; aber sie gibt nicht auf; und hat Hoffnung für ein Morgen und lebt es.
Das ist das; was ich an dem Spruch von Dostojewski fehlt ...: ) 😊. Leben in den kleinen Dingen.
Sie liebte ihren Freund, glaube ich.

In Irland sagte sie gibt es im Prinzip zwei unterschiedliche Gruppen von Menschen, die einen die sich für die Natur einsetzen und diejenigen, denen die Natur scheißegal ist.Möglicherweise ist sie auch "nur" dieser Ansicht; es gibt viele Iren, die gerne sich in der Natur aufhalten und es einige, die nicht gerne in der Natur sind ( das nur eine Äußerung; es kann auch jemanden geben, der sich nur eine kurze Zeit gerne in der Natur aufhält und sie nicht sonderlich schätz und viele Stufen dazwischen; davon hat sie nichts gesagt).

Obgleich sie eigentlich auch von ihr und durch sie leben.Bio ist natürlich gut; nur wenn es zu wenig Erzeuger/innen gibt, ist es irgendwann ein Problem; natürlich.

Einmal auf dem Weg kamen die Irin und ich an einem Hofladen vorbei, wir durften unser Wasser auffüllen; ein bisschen Obst mitnehmen und konnten selbst entscheiden, was wir geben wollten.

Auf der Reise habe ich neben den Erwähnten noch ein amerikanisches Pärchen aus den USA kennengelernt, die einen alten Indianer Pfad in den USA gingen; ich glaube nur der Name ist wirklich indianisch; aber der Pfad dort ist mitten durch die Wildschweine durch und sehr lang. Die beiden kamen aus dem Staat Washington.

Einen Texaner habe ich kennengelernt, der mit einer Französin zusammen reiste; beide hatten sich ineinander verliebt auf der Reise, sie war eine Zeichnerin und hatten Sprachprobleme; konnten sich dennoch verständigen.

Ich weiß nicht, ob möglicherweise die Angst vor einem Atomkrieg eine Rolle spielt dabei, aber es waren viele Südkoreaner unterwegs und auch in der Kirche habe ich viele von ihnen wiedergesehen, aber noch mehr Menschen waren dort.

Auch ein älteres französisches Pärchen, welches ich kurz vor dem Bus Bahnhof Wiedersehen habe ich auch dort gesehen, sie waren auf dem Weg nach Fatima.

Und um die Jahreszeit waren relativ viele Spanier und Italiener unterwegs.
Es war unglaublich warm und sonnig; die beiden Amerikaner aus Washington; keine Trump Fans, der Texaner übrigens auch nicht sagten dass sie einen Monat unterwegs waren und nur einen Tag Regen hatten in einer Jahreszeit in der es normalerweise viel Regen gibt im Oktober und November.

Aus klimabezogener Sicht ist das nicht besonders gut; auch wenn es für uns Reisende schon war.
Galizien ist sehr schön, grün und hügelig.

Die Irin und ich waren in einem weniger schönen Ort angekommen und wir gingen in eine Herberge, es war niemand da; wir nahmen uns zwei Betten nebeneinander und jeder uns ging duschen; Klamotten waschen und danach gingen wir in die Bar, die Teil des Gbäudekomplexes war.

Und wir redeten und tranken, sie ein Bier und Milchkaffee; den Milchkaffee on Spanien vertrage ich besser; aber das nur am Rande.
Auf die Frage an den Kellner, ob die Herberge noch zu sei, erfuhren wir das die Herberge mit zur Bar gehörte und wir konnten sie beziehen, was wir ja auch schon eigentlich gemacht hatten, der Preis für die Unterkunft war 2 Euro weniger; als in einem Heft der Irin stand.

Der Nachmittag verging; mit liegen und lesen; es ist eine interessante Erfahrung, dass Füße sich unglaublich schnell regenieren können; kurz vor Ankunft in einer Herberge wollen sie nicht mehr viel laufen und ca. 2 Stunden später gehen sie wieder, so als wäre nichts passiert.

In diesem Fall gingen sie zu Supermarkt; wir kauften ein; nein, bzw. ja ich und meine Füße, aber auch gemeinsam mit der Irin; denn wir hatten gesehen, dass man in dieser Herberge wirklich kochen konnte.

Am Abend saßen wir in der Küche hörten Manu chau, tranken Rotwein und redeten miteinander; ich erfuhr das sie sehr christlich war; als Jugendliche und eine Mutter hatte, die noch um ein vielfaches mehr christlich war; im eigentlichen Sinne des Wortes; nämlich unglaublich liebend, vergebend; jedem verzeihend.

Ich erzählte ihr von meiner Vergangenheit, meiner vegetarischen Zeit, meiner Verzweiflung in Anbetracht dessen, was Menschen Menschen antun; vom Herz der Finsternis ( "Joseph Conrad") und das ich mit Anfang 20 bei Jesus Worten den Schlüssel zur Heilung von Welt fand; indem was ihre Mutter darstellt.

Es ist allerdings eher eine Heilung zwischen Mensch und Natur und Mensch und Mensch, die sich im inneren pfollzieht.

Draußen vor der Tür zog ein Gewitter über uns hinweg, den Donnerschlag hörend gingen wir hinaus in einen kleinen Innenhof und schauten nach Blitzen.Es zog schnell über uns hinweg; kein Blitz war zu sehen.
Sie sagte mir, sie war als Kind und Jugendliche schon sehr gläubig, hatte nur nie etwas für Menschen wirklich getan. "Doch nun tust du viel als Biologin". "Früher habe ich nicht viel getan" "Aber jetzt tust du was, verurteile Dich nicht selbst, das ist doch sehr gut, wenn Bienen fliegen, weil Du etwas ist das viel für viele getan".
" Ich finde deinen Job sehr wichtig."

Wir spülten noch ab und jeder legte sich in sein Bett; wünschten uns gute Nacht und schliefen; bis zur Dämmerung.

Am nächsten Tag brach ich etwas später auf als sie; denn ich wollte alleine wandern und tat dies auch.

Mitgefühl, Nächstenliebe und Barmherzigkeit sind alle letztlich dasselbe; Ablehnung ganzer Religionen / Philosophien ist weniger das meine dass Gegenteil dessen ist es. Die Erkenntnisse der Philosophie und der Psychologie und der Mystik sind alle bedeutsam vor allem an den Punkten, wo sie sich nicht widersprechen.

Natürlich gibt es auch Unterschiede im Glauben, in der philosophischen Deutung von Welt, keine Frage.

Die Geographie, die Biologie, die Sozialwissenschaften, die Mathematik etc.pp erklären diese Welt zu einem gewissen Teil oder Grad; doch was bedeutet ein einziges Wort "Gerechtigkeit" oder "Freiheit" da gibt es wahrscheinlich mehr Antworten, als es Menschen gibt.

Nachdem ich mit Texaner, einer Frau aus Japan, einem Brasilianer; einer Französin ( die Zeichnerin) einen Abend lang trank; ging es mir am nächsten Tag auf der Wanderung sehr schlecht, Nachdurst ohne Ende und am Mittag bekam ich Nasenbluten.

Das hörte auch irgendwie nicht mehr auf; bis die Australierin mir ein paar Taschentücher gab; an dem Abend saßen wir mit 14 Personen an einem riesigen Tisch beim Abendessen, die meisten waren Spanier oder Italiener, zwei Franzosen, zwei Brasilianer, eine Australierin und ich.

Die Australierin sagte mir am nächsten Tag etwas über Isolation in einer Gruppe; da weder italienisch, noch spanisch wirklich sprach; war das nicht wirklich ein Wunder.

Sprache ist kolossal wichtig; wie das Stück "casper hauser" ja auch ausdrückt; es ist Erinnerung, Sicherheit und mehr, was in Sprache steckt.

Es ist vielleicht ähnlich der Natur, jeder Stein spricht eine Sprache; doch wir verstehen zu wenig davon; die Irin hat bißchen was über die Wichtigkeit von Steinen in der Biologie erzählt, faszinierend.

In Reihenfolge der Menschen, der Begegnungen d, die Frau in ihrem Freiheitsdrang ( die Australierin),
der italienische Herbergsvater und Philosoph, die irische Biologin und Naturschützerin.

Und dann die lange Rückreise, mit der deutschen Polizei, die und 40 Minuten lang festhielt und eine schwangere Frau nicht weiterfahren ließ und die aus der Mitte; aus der Vernunft geborene Erkenntnis nichts daran in der Situation daran ändern zu können.

Das ist etwas anderes als bei der Naturschützerin, denn sie ändert tatsächlich etwas: "ohne die EU gäb es keine Bienen mehr in Irland" so ihre Aussage und natürlich durch Menschen wie sie, haben Bienen in Irland bislang überlebt.

Und am Ende die wunderbare Frau, ungetauft und mit einem wunderschönen Namen die Gemüsegärtnerin, die auch ein paar mal in Indien war; deswegen sagte sie könne nicht mehr fliegen bis sie 70 Jahre alt ist, wg dem ökologischen Daumen.

Sie liest Bücher wie "Nitsche weinte" oder einen Japaner, glaube ich oder "das Spinoza Problem" ( selber Autor; wie "Nitsche weinte".

Und dennoch möchte ich noch vom letzten Tag in Santiago erzählen. Ich war alleine unterwegs in der Stadt, ziemlich hungrig, eigentlich und sah dass einige Menschen in Richtung der Kathedrale gingen und ich schloss mich Ihnen an.
Das Gehirn ist ja ein witziges Momentum, da wir nur ca. 20 Prozent unseres Gehirns nutzen, schalte ich gelegentlich diese 20 Prozent aus und widme mich damit vielleicht mehr den 80 Prozent, die verbleiben ( in Kanada habe ich mal in der Nacht in der Wildnis; verirrt wo es Schwarzbären gibt und kurze Zeit vor meiner Reise zwei Menschen von einem Schwarzbären getötet worden waren, da hab ich diese Technik angewandt und hab ein Licht in der Dunkelheit gefunden; was sich dann später als Haus herausstellte; von daher gesehen gute Erfahrung; für die Menschen mit dem Bären leider weniger, die Frau wurde attackiert und der Mann versuchte zu helfen ).

Ich habe ziemlich früh angefangen Meditationserfahrungen zu machen, wodurch ich das Ausschalten von Gedanken, an Nichts geknüpft ist, außer vielleicht an das mehr, an Gott ( in der Bergpredigt steht geisige Arutscht mit drin, ...; zudem ist immer auch dieVernunft wichtig; steht ebenfalls in einer Stelle; Vernunft istReinheit; wenn ein Kind von einem größeren Kind geschlagen;halte ich es für ziemlich vernünftig dazwischen zu gehen.).

Es war dieses Momentum, was mich dazu brachte den Menschen hinterherzugehen. Auf dem Weg sah ich den Brasilianer wieder mit dem ich zusammen gelaufen war und er begrüßte mich und sagte, dass der Texaner und die Französin auch schon in der Kirche seien; ich schloss mich dem Brasilianer an und wir gingen in die Kirche. Dort waren viele Menschen, die ich auf dem Weg kennengelernt hatte. Südkoreanische Gesichter schauten in meine Richtung, ich nickte einigen von Ihnen zu, sie erwiderten den Gruß.
Die beiden Franzosen waren da, die ich häufiger auf dem Weg getroffen hatte.
Es war irgendwie sehr schön.

Die Messe begann noch nicht sofort, eine Frau sang und lud uns ein mitzusingen. Sie hatte eine helle, wunderschöne Stimme und ihr Gesang bewegte mich.
Die Messe begann und ich war ab dem ersten Moment an ergriffen, von der Einfachheit und Klarheit des Priesters, er hatte ein ernsthafte Art an sich; ich spreche nicht allzu gut Spanisch, doch ihn verstand ich ein bisschen, glaube ich.
Er sprach von einem Tempel in dir selbst, in der Predigt, dieses Wort fand ich sehr schön, ein Tempel in Dir selbst.

Die Eucharistie begann und ist ein so kleiner Akt, aber mit einer solch gewaltigen Wirkung und vor allem Bedeutung.
In der Eucharistie, geht um den Leib, der einverleibt wird, du wirst Teil eines Ganzen, Teil von Einheit, Teil der Liebe, die Tür öffnet für alle Menschen, alles was ist, die gesamte Schöpfung und Du erklärst im Teilen des Leibes, die Bereitschaft für andere da zu sein und auch anzunehmen, wenn andere Dir helfen wollen, es ist beides und mehr, es die Bereitschaft eingewoben, alles zu lassen, loszulassen auch die Angst und Teil von etwas zu sein, von der Gemeinschaft aller im Brot.

Das ist eine Erklärung es gibt sicherlich andere.
Es ist dennoch eine ganz kleine unspektakuläre Geste, in der so viel enthalten sein kann.

Die Religion des Katholismus habe ich zweimal abgelegt, aber diese Geste ist so wunderschön, dass ich es manchmal den Schritt bedauere, den ich tat und dennoch liebe das Evangelische, wegen der Vernunft in ihr und auch wegen dem Ehegebot, welches gebrochen werden darf, in schwierigen Situationen, wie es auch im Judentum, unter Hebräerinnen Brauch ist und war.
Ein jüdischer Geistlicher ist immer verheiratet gewesen und Jesus sagte kein Gebot sei aufgehoben ( Gebot kommt von in der Stille lauschend sein; Menschenliebe und Gottesliebe sind nach Jesus die wichtigsten Gebote und du sollst nicht morden; ist der ursprüngliche Text der 10 Gebote; aufhören Menschen zu morden; halte ich für ziemlich vernünftig).

Das aber nur am Rande; Tiere töten sich einander und haben weniger Vernunft als wir Menschen ( vielleicht einige mehr; andere weniger; jeder ist unterschiedlich); wir können entscheiden mehr Go zu spielen ( wenn Du schon spielen musst; musst du es grundsätzlich?; Schach spielen als Spiel ist schön; auf der Welt Schach ist vielleicht eher ungünstig; weil wir auf einem ziemlich fragilen Planeten leben.

Dieser ziemlich fragile Planet ist von einem Kosmos voller Dunkelheit umgeben; der Kosmos ist von einer anderen Warte aus betrachtet unglaublich perfekt, weil hier Leben existiert und immer wieder existieren kann; das ist Perfektion.

Dafür mal "Danke" zu sagen; war letztlich der Grund für die Reise, loszulassen hatte ich diesmal nichts mehr.